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Zwölf Tage auf Mauritius, ohne eine einzige Runde zu spielen

Dieser Text ist nicht für den Golfer geschrieben. Er ist für den geschrieben, der mitkommt — und für den Golfer, der sich fragt, ob er das überhaupt verlangen kann.

Diese Frage wird uns häufiger gestellt als jede andere, und fast immer leise, am Ende eines Gesprächs: Was macht sie, während ich spiele? Manchmal ist es er. Manchmal spielen beide, aber nicht jeden Tag. Die Frage bleibt dieselbe, und die kurze Antwort lautet: Mauritius ist zuerst eine Urlaubsinsel und erst weit dahinter eine Golfinsel. Menschen reisen hierher, ohne je einen Schläger in die Hand zu nehmen.

Hier sind zwölf Tage ohne eine einzige Runde. Es ist kein Programm — im Urlaub muss niemand etwas leisten — aber es zeigt, was die Insel tatsächlich zu bieten hat.

Die ersten Tage: gar nichts tun

Der Flug landet morgens nach einer Nacht in der Luft. Unsere Erfahrung: Wer den ersten Tag vollpackt, bereut es am dritten. Strand, Pool, ein langes Mittagessen, frühes Abendessen. Lassen Sie den Körper nachkommen.

Der zweite Tag darf genauso leer sein. Constance Belle Mare Plage und Heritage Le Telfair haben beide ein Spa, das einen ganzen Vormittag wert ist, und das Meer innerhalb des Riffs ist ruhig genug, um allein darin zu schwimmen.

Mit dem Katamaran zu den nördlichen Inseln

Wenn Sie nur einen Ausflug machen, dann diesen. Das Boot fährt früh, ankert vor Île Plate und Îlot Gabriel, und das Wasser hat jene Klarheit, die auf Fotos retuschiert aussieht. Mittagessen an Bord, Schnorcheln für alle, die mögen, und rechtzeitig zurück für den Nachmittag. Ein ganzer Tag, aber ein fauler.

Chamarel und Südwesten

Das meistfotografierte Motiv auf Mauritius ist die siebenfarbige Erde — und sie ist kleiner, als man denkt. Aber der Weg dorthin führt durch den Teil der Insel, der nicht wie ein Resortprospekt aussieht: Zuckerrohrfelder, Dörfer, Berghänge. Verbinden Sie das mit dem Wasserfall und einem Mittagessen in Chamarel, und es wird einer jener Tage, an die man sich erinnert.

Wir sagen auch, was keine Broschüre sagt: Wer nur wegen der siebenfarbigen Erde fährt, wird enttäuscht. Fahren Sie wegen des Weges.

Le Morne, und ein Tag im Wasser

Le Morne Brabant erhebt sich im Südwesten 556 Meter direkt aus dem Meer und trägt eine Geschichte, über die man vorher lesen sollte — der Berg war Zuflucht für entflohene Sklaven und steht deshalb auf der UNESCO-Welterbeliste, nicht wegen der Aussicht. Man kann ihn besteigen. Man kann ihn auch einfach vom Strand aus ansehen, was die meisten tun.

Die Delfine vor Île aux Bénitiers sind ein Ausflug für den Morgen: früh hinaus, mit Schnorchel ins Wasser, zum Mittagessen zurück. Blue Bay ist flacher und ruhiger und lässt sich auf eigene Faust machen.

Port Louis, ein Vormittag

Die Hauptstadt ist nicht schön und muss es nicht sein. Der Markt, Aapravasi Ghat, die Uferpromenade. Zwei Stunden genügen, und diese zwei Stunden machen den Rest der Insel verständlich: Mauritius ist ein Land, keine Anlage.

Was man auslassen kann

Casela ist mit Kindern ausgezeichnet und ohne sie wohl entbehrlich. Hochseefischen ist ein ganzer Tag, der nur Freude macht, wenn man wirklich angeln will. Und der botanische Garten von Pamplemousses ist schön, mittags aber heiß — gehen Sie früh oder gar nicht.

Und die Abende

Das ist eigentlich die Antwort auf die Frage vom Anfang. Golf nimmt einen Vormittag. Sie essen ohnehin jeden Abend zusammen, und wer gespielt hat und wer auf dem Katamaran war, haben beide etwas zu erzählen. Genau das macht die Reise für zwei Menschen möglich, die aus denselben zwei Wochen Verschiedenes wollen.

Unser Gastgeber lebt die ganze Saison auf der Insel und bucht das alles nach und nach für Sie — nicht im Voraus und nicht als Paket, an das Sie sich halten müssen. Sie entscheiden vor Ort, Tag für Tag, genau wie Sie es zu Hause täten.

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